Brautstrauß

BrautstraußTraditionell gehört zu einer perfekt gestylten Braut heute auch ein Brautstrauß. Der Brauch bürgerte sich grundsätzlich aber erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ein.

Ursprünglich trug die Braut jedoch schon während der Renaissance einen besonders stark duftenden Blumenstrauß. Dieser Brauch war jedoch mehr praktischer als traditioneller oder romantischer Natur. Der starke Duft der meist aus Myrte oder Orangenblüten bestehenden Sträuße sollte die durch die mangelnde Hygiene der Menschen ausgelösten Gerüche überdecken und die Braut so vor einer Ohnmacht bewahren. Häufig heißt es aber auch, dass bestimmte zu Sträußen gebundenen Blüten und Kräuter die Braut in gute Stimmung versetzen und böse Geister vertreiben sollten.

Heute hat der Brautstrauß grundsätzlich eher einen symbolischen und dekorativen Aspekt.

Generell muss der Brautstrauß in Farbe, Form und Stil mit dem Brautkleid, dem Anzug des Bräutigams, aber auch mit der restlichen Blumendekoration abgestimmt werden.

Farben und Formen von Sträußen

Auch Blumen ordnet man bestimmte Eigenschaften und Aussagen zu. Bei der Zusammenstellung des Straußes sollte man also bedenken, dass man nicht aus Versehen etwas Falsches mit den Blumen aussagt.

Auch die Farbe einer Blume hat eine bestimmte Bedeutung. Für Reinheit und Ehrlichkeit beispielsweise stehen weiße Blumen. Rot wird mit Liebe und Leidenschaft verbunden. Grüne Blüten bedeuten Neuanfang und Hoffnung. Blaue stehen für Treue. Durch die Farbe Gelb vermittelt man Lebensfreude und Energie, durch Orange Optimismus und Lebenslust. Romantik strahlen rosafarbene Blumen aus, wohingegen violette für Herzlichkeit stehen. Durch Sträuße mit braunen Aspekten vermittelt man Bodenständigkeit und Sicherheit.

Zu den beliebtesten Formen bei Brautsträußen zählen der klassische Biedermeier, der sogenannte Tropfen-Strauß, der moderne Zepter-Strauß und der elegante Armstrauß. Je nach Geschmack und Stil der gesamten Hochzeitsfeier kann die Braut nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen wählen.